Erfahrung, eigene Fertigung und der Mut, Qualität immer wieder neu zu denken

Tradition, die Entwicklung möglich macht

Vor über 100 Jahren entschied sich Heinrich Schulte I. für die Selbstständigkeit und gründete das gleichnamige Unternehmen. In den ersten Jahren standen noch Vogelkäfige im Mittelpunkt, bevor sich die Kompetenz für sanitäre Armaturen entwickelte. Nach ihm führten sein Sohn und später sein Enkel das Unternehmen weiter. Unsere Geschichte ist geprägt von handwerklicher Erfahrung und kontinuierlicher Weiterentwicklung. Über mehr als ein Jahrhundert sind daraus Kompetenzen entstanden, die heute von der Produktentwicklung über die eigene Fertigung bis zur Oberflächenveredelung und Qualitätssicherung reichen.

Tradition bedeutet für heinrichschulte deshalb nicht, am Bestehenden festzuhalten. Sie bildet das Fundament, auf dem neue Technologien, moderne Produktionsverfahren und Produkte mit langfristiger Perspektive weiterentwickelt werden. Als familiengeführtes Unternehmen verbindet heinrichschulte gewachsene Werte mit langfristigem Denken und verantwortungsbewusstem Handeln. Unser Leitbild der Enkelfähigkeit beschreibt diesen Anspruch: Fortschritt so zu gestalten, dass auch kommende Generationen darauf aufbauen können.

Geschichte heinrichschulte

1921

Heinrich Schulte I. gründete 1921 die heutige Firma. Bei den ersten Produkten handelte es sich um Vogelkäfige. Die Fertigung wurde direkt am Familienhaus auf der Aeumes aufgebaut.

1950

Herr Heinrich Schulte mit den Büromitarbeiterinnen.

1950

Mit dem Anbau auf der Aeumes wurde 1950 ein wichtiger Schritt für das Wachstum am Standort geschaffen. heinrichschulte blieb damit seiner Herkunft treu und baute zugleich die Grundlage für eine leistungsfähigere Produktion aus.

1953

Nach dem Aus- und Anbau umfasst die Firma um das Familienhaus mehrere Gebäude.

1956

Die Aufnahmen aus dem Jahr 1956 zeigen die Menschen hinter dem Unternehmen. Sie umfassen die damaligen Kollegen der Gießerei, Löterei, Galvanik, Montage und des Versands, des Büros mit Kontor sowie die Abteilungsleiter des Verkaufs. Mit handwerklichem Können, persönlichem Einsatz und starkem Zusammenhalt legten sie den Grundstein für die weitere Entwicklung von heinrichschulte.

1957

1957 präsentierte sich heinrichschulte auf der Fachausstellung Sanitär- und Heizungstechnik in Düsseldorf. Die Teilnahme zeigt, dass das Unternehmen früh den Austausch mit der Branche suchte und seine Produkte über den eigenen Standort hinaus sichtbar machte.

1960

1960 prägten handwerkliches Können und robuste Maschinen die Fertigung bei heinrichschulte. In der Gießerei entstanden aus flüssigem Metall die Bauteile, die anschließend in der Produktion präzise bearbeitet wurden. Erfahrung, Sorgfalt und der persönliche Einsatz der Mitarbeiter bildeten die Grundlage für langlebige Armaturen und eine verlässliche Fertigungsqualität.

1975

1975 wurde das Sortiment deutlich erweitert. Neben Waschtisch-, Wannen-, Brause- und Küchenarmaturen rückten auch Steuerungselemente zur Wassermengen- und Temperaturbegrenzung sowie Unterputzlösungen in den Fokus.

Damit entwickelte sich heinrichschulte vom klassischen Armaturenhersteller stärker hin zu einem Anbieter durchdachter Wassertechnik. Sichtbares Design und unsichtbare Funktion wurden zunehmend zusammengedacht – vor der Wand, hinter der Wand und im täglichen Gebrauch.

1990

Eindrücke der SHK Essen 1990.

1991

Die Frühjahrsmesse in Leipzig 1991 stand im Zeichen des wirtschaftlichen Umbruchs nach der deutschen Wiedervereinigung. Für heinrichschulte war sie ein besonderer Moment, um als westdeutscher Armaturenhersteller in einem neu geöffneten Markt sichtbar zu werden und den direkten Austausch mit Fachkunden, Handel und neuen Partnern zu suchen.

Leipzig war zu dieser Zeit mehr als ein Messestandort. Die Messe verband Tradition, Aufbruch und Neuorientierung – und wurde damit zu einem wichtigen Ort für Begegnungen zwischen Ost und West, für neue Geschäftsbeziehungen und für die wachsende Bedeutung gesamtdeutscher Märkte.

1992

Von September bis Dezember 1992 wurde unser erster Show-Truck gebaut. Im Anhänger wurde eine vollständige Ausstellung mit einem separaten Besprechungsraum realisiert.

Ab 2004

2004 wird heinrichschulte Teil der UNTERNEHMENSGRUPPE DE GRUYTER / STACH. Mit der Übernahme wurde das Unternehmen in eine starke familiengeführte Gruppe eingebunden.

Für heinrichschulte bedeutet dieser Schritt Rückhalt, industrielle Breite und neue Möglichkeiten in Entwicklung, Fertigung und Marktbearbeitung. Die Marke bleibt eigenständig im Charakter und gewinnt zugleich an Stärke durch gemeinsame Kompetenz.

2009

2009 wurde die Fertigungstiefe durch den Zukauf der ehemaligen g.t.s. Galvanotechnik GmbH weiter ausgebaut. Galvanikanlagen, Schleif- und Polierautomaten sowie industrielle Oberflächenprozesse stärkten die Kompetenz in der Veredelung von Armaturen.

Dieser Schritt ist ein wichtiger Baustein der heutigen Produktionsstärke. Denn Qualität entsteht nicht erst am fertigen Produkt, sondern in jedem Prozessschritt, der Oberfläche, Funktion und Langlebigkeit beeinflusst.

2010

2010 wurde ein zusätzlicher Standort im Industriegebiet Iserlohn-Sümmern erworben. Mit neuen Flächen für Lager, Büro, Aufenthaltsräume und moderne Produktion entstand weiterer Raum für Wachstum und Zukunftsfähigkeit.

Die Erweiterung zeigt, dass heinrichschulte Standorttreue und Entwicklung konsequent verbindet. Investitionen in Flächen und Produktionsstrukturen bilden bis heute die Grundlage für Qualität, Lieferfähigkeit und industrielle Substanz.

2021

Mit der Integration der Covello GmbH wurde 2021 ein weiterer wichtiger Baustein der Fertigungstiefe in die Unternehmensgruppe aufgenommen. Schleifen und Polieren sind zentrale Schritte auf dem Weg zu hochwertigen Armaturenoberflächen.

Damit stärkt heinrichschulte die Kompetenz dort, wo Qualität sichtbar und spürbar wird. Eine Oberfläche ist nicht nur Veredelung, sondern Ausdruck von Präzision, Erfahrung und Sorgfalt im gesamten Fertigungsprozess.

2022

2022 markiert mit dem Patent auf Chrom(III)-Basis zum Verchromen einen technologischen Schritt mit großer Bedeutung. Vor dem Hintergrund der europäischen Regulierung von Chrom(VI)-Stoffen steht diese Entwicklung für Innovationskraft und Verantwortung.

Für heinrichschulte geht es dabei nicht allein um ein neues Verfahren. Es geht um zukunftsfähige Oberflächen, sichere Prozesse und Verantwortung gegenüber den Menschen, die täglich in der Produktion arbeiten.

2022

Durch die strategische Beteiligung an der LUEG Drehtechnik GmbH konnte die Produktionstiefe für heinrichschulte und die ganze Gruppe deutlich ausgebaut werden. Außerdem liegt die Firma unweit der beiden Werke in Iserlohn, womit wir unsere Kompetenzen weiter konzentrieren.

2023

Ebenfalls 2023 wurde eine Handbrausenproduktion Made in Germany übernommen und in die Werke integriert. Damit stärkt heinrichschulte den Anspruch, zentrale Produktgruppen aus eigener deutscher Fertigung heraus weiterzuentwickeln.

Die Integration erweitert nicht nur das Sortiment, sondern auch die industrielle Kompetenz. Vom Bauteil bis zum fertigen Produkt entsteht mehr Kontrolle über Qualität, Funktion und Alltagstauglichkeit.

2024

2024 folgte mit der Integration der Schleif- und Polieranlagen der Firma NIL ein weiterer Schritt zur Bündelung von Oberflächenkompetenz. Anlagen, Erfahrung und Prozesswissen wurden zusammengeführt und stärken die industrielle Basis. Für heinrichschulte bedeutet das zusätzliche Sicherheit in der gleichbleibenden Qualität hochwertiger Oberflächen. Gerade bei Armaturen entscheidet diese Präzision über Haptik, Optik und Langlebigkeit.​

2025

2025 wurde die neue Unterputzbox vorgestellt. Sie steht für moderne Badplanung, technische Installationssicherheit und durchdachte Wassertechnik hinter der Wand. Die Unterputzbox macht sichtbar, dass Innovation oft dort beginnt, wo sie später nicht mehr zu sehen ist. Kompakte Bauweise, flexible Anwendung und zuverlässige Technik verbinden sich zu einer Lösung für mehr Komfort und Kontrolle.​

2025

Mit dem neuen Brausesortiment Made in Germany setzte heinrichschulte 2025 ein klares Zeichen für Sortimentskompetenz aus eigener Fertigung. Die neuen Produkte verbinden Wasserkomfort, Alltagstauglichkeit und einen klaren Qualitätsanspruch mit deutscher Produktionskompetenz.

Damit wird der Brausebereich zu einem weiteren Baustein der strategischen Ausrichtung der Marke. heinrichschulte entwickelt nicht nur einzelne Produkte weiter, sondern baut bestehende Kompetenzfelder konsequent aus.

2026

​2026 nimmt die neue Galvanik ihren Betrieb auf und wird zu einem zentralen technologischen Baustein innerhalb der Unternehmensgruppe. Sie bündelt Oberflächenkompetenz, moderne Fertigungstechnologien und automatisierte Prozesse und schafft damit zusätzliche Möglichkeiten für abgestimmte Produktionsabläufe und die Weiterentwicklung der Veredelungskompetenz.

Die Inbetriebnahme steht zugleich für die langfristige Investition von heinrichschulte in die Produktion in Deutschland. Erfahrung, Technologie und eine hohe Fertigungstiefe bilden dabei die Grundlage, um zentrale Prozesse gezielt weiterzuentwickeln und den Qualitätsanspruch über wichtige Wertschöpfungsschritte hinweg zu begleiten.

Mai 2026

Im Mai 2026 erhielt heinrichschulte die DVGW-Konformitätsbestätigung Hygiene nach System 1+. Für Produkte im Kontakt mit Trinkwasser ist das ein besonders wichtiger Nachweis, denn hier zählen nicht nur Funktion und Qualität, sondern auch die hygienische Eignung der eingesetzten Materialien und Bauteile.

System 1+ steht für einen besonders abgesicherten Konformitätsnachweis mit externer Bewertung und Fremdüberwachung. Für heinrichschulte ist diese Bestätigung ein weiterer Beleg dafür, dass Verantwortung für Wassertechnik bereits bei Materialauswahl, Fertigungsprozess und Trinkwasserhygiene beginnt.

Vision 2035 – Zukunft aus eigener Stärke

Als Familienunternehmen entwickeln wir die Produktion in Deutschland konsequent weiter – mit langfristigen Investitionen, qualifizierten Mitarbeitenden und Verantwortung für kommende Generationen.

Unsere Vision reicht über das Jahr 2035 hinaus. heinrichschulte denkt Entwicklung in Generationen und verfolgt das Ziel, die Fertigung in Deutschland langfristig zu stärken und weiter auszubauen. Investitionen in moderne Produktionsanlagen, Oberflächentechnik, Qualitätssicherung und leistungsfähige Standorte schaffen die Grundlage, zentrale Kompetenzen im eigenen Unternehmen zu halten und Arbeitsplätze in Deutschland langfristig zu sichern.

Technischer Fortschritt und die Erfahrung unserer Mitarbeitenden gehören dabei für uns zusammen. Durch Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung und die Vermittlung von Fachwissen schaffen wir Perspektiven für junge Menschen und entwickeln bestehende Kompetenzen gezielt weiter. Moderne Systeme für Dokumentation, Produktionsplanung, Stammdaten und digitale Gebäudemodelle unterstützen transparente Abläufe, fundierte Entscheidungen und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Prozesse. Der Mensch bleibt dabei ein entscheidender Faktor für Qualität, Entwicklung und Fertigung.

Auch ökologische Anforderungen berücksichtigen wir bei der weiteren Entwicklung unserer Produkte und Prozesse. Investitionen in moderne Oberflächentechnik, die Weiterentwicklung unserer Produktionsprozesse und belastbare Umweltinformationen sind dabei wichtige Bausteine. heinrichschulte arbeitet an Environmental Product Declarations – kurz EPDs –, die künftig strukturierte Informationen zu den Umweltwirkungen der betrachteten Produkte bereitstellen und damit eine fundierte Gebäude- und Produktplanung unterstützen sollen.

Enkelfähigkeit ist unser Leitbild für langfristige Unternehmensführung. Für heinrichschulte bedeutet das, wirtschaftliche Stabilität, die Weiterentwicklung unserer betrieblichen Prozesse und soziale Verantwortung mit Blick auf kommende Generationen zusammenzudenken. Mit langfristigen Investitionen, dem Wissen unserer Mitarbeitenden und der Weiterentwicklung unserer Fertigung schaffen wir die Grundlage dafür, unser Familienunternehmen und unsere Produktion Made in Germany auch für kommende Generationen weiterzuentwickeln.